Wo ist die Strategie?
Der gegenwärtige Krieg zwischen den USA und Israel auf der einen und dem Iran auf der anderen Seite scheint sich zu einem Musterbeispiel für einen bewaffneten Konflikt zu entwickeln, der aufgrund einer Mischung aus grandioser Selbstüberschätzung, innenpolitischer Ablenkungsmotivation, Wunschdenken und Dummheit, gepaart mit einem tragischen Ausmaß an Speichelleckerei und Karriereambitionen von Seiten derjeniger, die es hätten besser wissen müssten, in einer Sackgasse landet, weil es keine strategische Planung, ja noch nicht einmal eine konkret verfolgte, durchdachte politische Absicht gibt. Während man für die israelische Seite feststellen kann, dass es – trotz der bleibenden Frage nach einer Exit-Strategie aus dem Krieg und den persönlichen Motiven Benjamin Netanyahus, langfristig im Amt zu bleiben – zumindest dahingehend eine Strategie gibt, dass die Gelegenheit, das Bedrohungspotenzial Israels durch den Iran und seine proxies so weit wie irgend möglich zu vernichten, und dazu das faktische Machtvakuum in Syrien und dem Irak sowie die Beeinflussbarkeit Donald Trumps maximal auszuspielen, genutzt werden soll, variieren die offiziell verlautbarten Ziele der USA praktisch von Tag zu Tag und widersprechen einander dauernd. Konsequenterweise ist die israelische Führung offenbar bemüht, die Bombenkampagne gegen den Iran möglichst lang mit Unterstützung der USA weiterzuführen und richtet sich gleichzeitig auf weitere massive Schläge gegen die Hisbollah ein.
Die Vereinigten Staaten auf der anderen Seite haben den Widerstandswillen des iranischen Regimes und seine Kapazitäten deutlich unterschätzt und von Seiten des Präsidenten und seiner Entourage womöglich naiverweise geglaubt, einen „Enthauptungsschlag“ nach dem Muster Venezuelas mit anschließendem Arrangement mit einer neuen iranischen Führung realisieren zu können. Dass dies ganz offensichtlich grobe Selbsttäuschung und sträflicher Leichtsinn war, zeigen Analysen von Seiten des US-Verteidigungsministeriums und der US-Geheimdienste, die lange vor dem Krieg auf die Resilienz des Regimes und seine Vorbereitungen auf einen Konflikt mit den USA hingewiesen haben. So heißt es allein im Vorwort (!) eines öffentlich zugänglichen Berichts der Defense Intelligence Agency von 2019: „By applying a rigorous lessons-learned process during decades of conflict in the Middle East, Iran has adapted its military capabilities and doctrine to account for developments by the United States and ist allies. Although still technologically inferior to most of its competitors, the Iranian military has progressed substantially over the past few decades. To achieve its goals, Iran continues to rely on its unconventional warfare elements and asymmetric capabilities — intended to exploit the perceived weaknesses of a superior adversary — to provide deterrence and project power. This combination of lethal conventional capabilities and proxy forces poses a persistent threat. The Islamic Revolutionary Guard Corps Qods Force leads Iranian power projection through a complex network of state and nonstate partners and militant proxies. Iran’s conventional military emphasizes niche capabilities and guerillastyle tactics against its technologically advanced adversaries. Its substantial arsenal of ballistic missiles is designed to overwhelm U.S. forces and our partners in the region. Its swarms of small boats, large inventory of naval mines, and arsenal of antiship missiles can severely disrupt maritime traffic in the Strait of Hormuz — a strategic chokepoint critical to global trade. Each of these forces are becoming increasingly survivable, precise, and responsive.“
Nun, da die iranische Führung offenkundig nicht ohne Weiteres klein beigibt – dafür steht für viele Mitglieder der Führung und des Sicherheitsapparates, insbesondere der auch wirtschaftlich omnipräsenten Revolutionsgarden in materieller und persönlich-physischer Hinsicht zu viel auf dem Spiel – und der Iran nach Kräften zurückschlägt und die Karte der hybriden Kriegführung im Sinne der Beeinträchtigung der Weltenergiemärkte durch die Sperrung der Straße von Hormuz zieht, zeigt sich, dass die USA zwei fundamentale strategische Fehler begangen haben: Erstens wurde offenbar der (politische) Zweck der Operationen nicht klar im Sinne einer Clauswitzschen Zweck-Ziel-Mittel-Relation definiert, was zusammen mit der Fehleinschätzung des Gegners zweitens dazu führte, dass auch die zu Verfügung gestellten (militärischen) Mittel zur Erreichung eines irgendwie gearteten Zwecks im Sinne von Colin Grays „strategy bridge“ unzureichend waren.
In der Konsequenz sieht sich nun etwa die U.S. Navy mit der extrem schwierigen und gefährlichen Aufgabe des Offenhaltens bzw. der Öffnung der Straße von Hormuz konfrontiert, und die US-Führung versucht, die bis dato so gescholtenen und verächtlich gemachten Verbündeten zur Unterstützung zu bewegen, indem (wieder einmal) mit Konsequenzen für das NATO-Bündnis gedroht wird. Gleichzeitig muss bei der Luftabwehr improvisiert werden, was dazu führt, dass möglicherweise THAAD-Systeme aus Südkorea abgezogen werden – sehr zum Unwillen der koreanischen Alliierten. Dass zudem höhere Ölpreise (mit der temporären Aussetzung des US-Ölembargos gegen Russland) und die massive Verringerung der Bestände an Luftabwehrraketen (zulasten der Ukraine) potenziell positiv für Russland und seinen Aggressionskrieg sind (auch wenn zugleich die weltpolitische Ohnmacht Russlands durch den Krieg gegen seinen Partner Iran augenfällig demonstriert wird), ergänzt das Bild eines völligen Fehlens mittel- und langfristigen strategischen Denkens im Weißen Haus.
Bevor man sich nun jedoch selbstzufrieden zurücklehnt und sich dem beliebten Trump-Bashing hingibt, sei darauf hingewiesen, dass auch in der aktuellen sicherheitspolitischen Diskussion in Deutschland und Europa nur bedingt von strategietheoretischer Tiefe gesprochen werden kann. Nicht nur zeigt sich etwa an der naiven Überraschung durch die „Zeitenwende“ oder am faktischen Scheitern des deutsch-französisch-spanischen Rüstungsprojekts FCAS, dass sicherheitspolitische und in diesem Sinne strategische Belange noch immer von illusionären, industrie- und damit innenpolitischen sowie persönlichen Aspekten überlagert werden, auch im dem Bereich, in dem die europäische Verteidigungspolitik zunehmend als Abschreckungspolitik ohne Unterstützung der USA gedacht werden muss, nämlich in der Frage der nuklearen Abschreckung zeigen sich durchaus strategische Defizite. Bekanntlich dreht sich die aktuelle Debatte in dieser Hinsicht um die Frage einer Ausweitung des französischen Nuklearschirms auf die übrigen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union.
Der französische Präsident hat sowohl einen Ausbau der französischen Nuklearstreitkräfte als auch eine intensivere Diskussion mit den europäischen Partnern angekündigt, neben dem UK als ohnehin engem nuklearen Partner (außerhalb der EU) insbesondere mit Deutschland, Polen, den Niederlanden, Belgien, Schweden, Dänemark und Griechenland. Entsprechend ist bereits eine Beteiligung der Bundeswehr an französischen Nuklearübungen geplant, und in Deutschland wird darüber diskutiert, inwieweit man sich finanziell an der französischen nuklearen Aufrüstung beteiligen könnte, und sei es nur durch eine verstärkte konventionelle Rüstung, um in Frankreich Gelder für die „force de dissuasion“ freizumachen. Neben der Frage nach der Verfügungsgewalt über die Atomwaffen, die aus französischer Sicht unumstößlich ausschließlich weiter beim Präsidenten der Republik bleiben muss, und Modellen der Mitbestimmung oder nuklearen Teilhabe nach bisherigem NATO-Vorbild (gemäß dem Verbündete wie Deutschland durch die Fähigkeit der Luftwaffe, im Ernstfall US-Atombomben zu transportieren und einzusetzen, indirekt ein gewisses Maß an Beteiligung an der nuklearen Abschreckung gewinnen), werden auch mögliche negative Folgen einer neuen Atomrüstung für die nukleare Nichtverbreitung diskutiert.
Es drängt sich aber bei alledem der Eindruck auf, dass die strategischen Implikationen und Probleme einer nuklearen Abschreckung Europas ohne die USA auf der Basis des französischen Atompotenzials bislang zumindest in der Öffentlichkeit nur unzureichend differenziert betrachtet werden. Dies betrifft vor allem drei Punkte, welche vor allem mit der Struktur und der Doktrin der „force de dissuasion“ sowie dem Hauptadressaten der Abschreckung, nämlich Russland, zu tun haben:
1. Selbst wenn man davon ausgeht, dass nukleare Abschreckung auf nationaler Ebene zumindest im Sinne eines Restrisikos für einen potenziellen Angreifer glaubwürdig erscheint – schließlich geht es um die Existenz oder wenigstens die politischen Grundüberzeugungen und Freiheiten eines Staates –, so gilt dies nicht notwendigerweise im Kontext der „extended deterrence“, d.h. der Erweiterung der nuklearen Abschreckungs- und Schutzgarantie auf verbündete Staaten, wie sie nach dem etablierten US-Muster nun für Frankreich angedacht wird. Die französische Nukleardoktrin erstreckt sich von ihrer Grundkonzeption her auf alle „vitalen Interessen“ Frankreichs, wobei deren konkreter Inhalt absichtlich unbestimmt gehalten wird. Bislang kann man lediglich davon ausgehen, dass die vitalen Interessen Frankreichs bei einem Angriff auf das europäische Mutterland, als la France métropolitaine verletzt sein würden. Traditionell geht man aber davon aus, dass auch die territoriale Integrität und Souveränität der Nachbarstaaten zu den vitalen Interessen gehört, denn nicht umsonst impliziert die gegenwärtige Doktrin eines nuklearen „Warnschusses“ gegenüber einem Aggressor (vor einem massiven strategischen Nuklearschlag) die Existenz eines Glacis von überragender Bedeutung. Daraus folgt, dass wahrscheinlich die Beneluxstaaten und (West-) Deutschland ganz wie im Kalten Krieg bereits heute faktisch unter dem französischen Atomschirm stehen. Fraglich ist dies jedoch bei den osteuropäischen Mitgliedsstaaten der EU. Welcher französische Präsident würde das Schicksal, d.h. die Existenz Frankreichs aufs Spiel setzen, um die Freiheit Estlands zu gewährleisten? Hier drängt sich der Vergleich zum „Mourir pour Danzig“ von 1939 auf.
2. Frankreich verfolgt traditionell eine Nuklearstrategie der Abschreckung des Starken durch den Schwachen, d.h. im Sinne der „dissuasion suffisante“ reicht es aus, über ein nukleares Drohungspotenzial zu verfügen, welches einen potenziellen Angreifer mit untragbaren Kosten eines Angriffs konfrontiert, getreu dem de Gaulle zugeschriebenen Motto, man müsse den Gegner nicht umbringen, es reiche aus, ihm einen Arm abzureißen. Angesichts eines Ungleichgewichts von aktuell rund 290 aktiven französischen gegenüber 4.300 russischen Sprengköpfen stellt sich die Frage, inwieweit diese Argumentation, die letztlich auf der Sicht der Atombombe als „großer Gleichmacher“ im Sinne Pierre Gallois‘ beruht, allein für das französische Mutterland glaubwürdig ist – man erinnere sich an den Slogan aus dem Kalten Krieg „Lieber rot als tot“ –, geschweige denn für Osteuropa. Das massive Ungleichgewicht gegenüber einer russischen Nukleardrohung, denen sich Frankreich und Europa ohne das US-Potenzial von etwa 3.700 einsatzbereiten Sprengköpfen gegenübersehen, führen in der gegenwärtigen strategischen Situation zu Glaubwürdigkeitsproblemen, die es vor 1990 bzw. vor der Trump-Präsidentschaft in dieser Form nicht gab. Eine europäische nukleare Abschreckung gegenüber Russland würde daher schon aufgrund basaler Überzeugungsprobleme einen ganz massiven Ausbau des französischen Nuklearpotenzials erfordern, allein, um den psychologischen Effekt eines – unabhängig von der rein militärischen Effektivität und faktischen Zerstörungskraft – allzu großen scheinbaren Machtgefälles auszugleichen und in politische Handlungsfähigkeit umzumünzen.
3. Rechnet man die etwa 200 US-amerikanischen taktischen Atomwaffen/-bomben (tactical, theatre oder substrategic nuclear weapons/TNW mit einer Reichweite von bis zu 500 km und einer Sprengkraft von rund einer halben bis über 50 kt (die Hiroshima-Bombe hatte einen Yield von rund 15 kt) ab, so gibt es im Kontext der NATO oder EU gegenwärtig keine Systeme, die den rund 2.000 der Russischen Föderation gleichkämen. Großbritannien verfügt lediglich über strategische, d.h. seegestützte Langstreckensysteme (SLBMs) mit Trident-II-Raketen und Mehrfachsprengköpfen (MIRV) à rund 100 kt; Frankreich hat zusätzlich zu seinen M51-SLBMs (mit mehreren 150 kt-Sprengköpfen) luftgestützte Mittestreckenraketen mit Yields von rund 100 bis 300 kt. Beide europäischen Nuklearmächte verfügen damit über keine TNW, welche im russischen Fall mehr oder weniger als vergrößerte Artillerie betrachtet werden und damit eine potenziell destabilisierende Senkung der Nuklearschwelle zur Folge haben. Angesichts dieses Problems einer klaren Grenzziehung zwischen konventionellen und nuklearen Waffen gab es nach dem Kalten Krieg sogar Forderungen, zur strategischen Stabilisierung Europas die dort stationierten taktischen Atomwaffen der USA komplett abzuziehen oder durch nicht-nukleare, d.h. konventionelle Waffen „mit strategischem Effekt“ zu ersetzen. Tatsächlich hat sich in praktisch allen westlichen Staaten die Überzeugung durchgesetzt, dass Nuklearwaffen, unabhängig von ihrer konkreten Sprengkraft, „politische“ Waffen seien, welche nicht in das Kalkül tatsächlicher Kriegführung und die entsprechenden Planungen einbezogen werden können oder sollen. Eine Unterscheidung zwischen „taktischen“ und „strategischen“ Nuklearwaffen ist daher vielfach in der nuklearstrategischen und -politischen Debatte häufig verpönt.
In der gegenwärtigen Situation scheint diese Argumentation jedoch das Kind mit dem Bade auszuschütten, weil sie letztlich impliziert, dass Atomwaffen in einem rationalen Kriegsszenario praktisch nicht eingesetzt werden können, weil die Eskalationgefahr so groß ist, dass die Folgen jenseits jeglichen erwartbaren positiven Kriegsergebnisses liegen. Das Paradoxon der nuklearen Abschreckung – Kriegsverhinderung durch glaubwürdige, auch atomare Kriegführungsfähigkeit – führt nun jedoch genau dazu, dass sich ein Akteur, der sich dieser Argumentation bedient, gegenüber einem Aggressor, der durchaus bereit ist, zumindest den Einsatz substrategischer Nuklearwaffen anzudrohen, ins Hintertreffen gerät und unglaubwürdig wird, da es für ihn in seiner Denkweise nur eine 0/1-Entscheidung zwischen konventioneller Kriegführung und nuklearem Armageddon gibt. Damit macht er sich gegenüber TNW erpressbar, zumindest dann, wenn er materiell oder psychisch nicht in der Lage erscheint, einen regional begrenzten nuklearen Schlagabtausch ohne resultierenden Weltuntergang zu wagen – unabhängig davon, ob Vorstellungen eines begrenzten Nuklearkrieges an sich glaubwürdig sind, denn hier reicht das Jonglieren mit theoretisch denkbaren nuklearen Optionen, um einen tatsächlichen politischen und damit militärischen Effekt zu erreichen.
Geht man entsprechend davon aus, dass die russische Nukleardoktrin durchaus offen für einen Einsatz taktischer Atomwaffen ist, um im Kontext einer „Eskalation zur Deeskalation“ den Widerstandswillen des Gegners zu brechen, indem konkrete militärische Ziele ausgeschaltet und/oder die politische Entschlossenheit zum weiteren Kampf untergraben wird, so zeigt sich ein fundamentales Problem einer europäischen Abschreckung ohne TNW: Welcher französische Präsident würde mangels technischer Alternativen bereits angesichts des russischen Einsatzes mehrerer taktischen Nuklearwaffen im niedrigen Kilotonnenbereich etwa im Baltikum oder in Nordostpolen zum Instrument eines „Warnschusses“ per luftgestützter Mittelstreckenrakete mit einem Sprengkopf mit einem quasi-strategischen Yield von 100 bis 300 kt greifen, mit der deutlichen Wahrscheinlichkeit, dass Russland darauf mit eigenen Mittelstrecken- oder strategischen Systemen antworten würde? Ganz offensichtlich löst ein Ausbau des französischen Nukleararsenals in seiner gegenwärtigen Zusammensetzung dieses Problem in keiner Weise.
Was folgt daraus, abgesehen davon, dass die notwendige Diskussion um die nukleare Abschreckung auch in Deutschland endlich intensiv geführt wird? Zwei Dinge sind wohl unabdingbar: Erstens muss das europäische Atomarsenal deutlich vergrößert werden; angesichts der organisatorischen und technologischen Herausforderungen einer Unabhängigkeit von den USA kann dies wohl nur auf der Basis der französischen „force de dissuasion“ geschehen und impliziert damit quasi automatisch, dass der französische Präsident der entscheidende Akteur auf strategischer Ebene bleiben wird (mit all den potenziellen Zusatzrisiken, welche die Übernahme des Elysée-Palasts durch den Rassemblement National bedeuten würde). Um die Glaubwürdigkeit der Abschreckung nachhaltig zu stärken ist zweitens wohl die Erweiterung der nuklearen Fähigkeiten um TNW überlegenswert, potenziell auf dem Boden oder gar in der Hand der im Zweifel von russischer nuklearer Erpressung unmittelbar betroffenen osteuropäischen Staaten, mit all den möglichen negativen Folgen für das Nichtverbreitungsregime. Nicht umsonst hat die diesbezügliche Diskussion in Polen jüngst an Fahrt gewonnen. In jedem Fall steht die nukleare Abschreckung mit ihren strategietheoretischen Problemen wieder ganz oben auf der sicherheitspolitischen Agenda, und dies vor allem aufgrund der gefährlichen strategischen Unbedarftheit der gegenwärtigen US-Administration.
Literatur/Links
Bunde, Tobias/Davis, James W./Major, Claudia (2026): Mind the Deterrence Gap: Assessing Europe’s Nuclear Options. Report of the European Nuclear Study Group. Munich: MSN u.a.; https://securityconference.org/assets/02_Dokumente/01_Publikationen/2026/ENSG/Mind_the_Deterrence_Gap–Report_of_the_ENSG.pdf .
Gallois, Pierre Marie (1960): Stratégie de l'âge nucléaire. Paris: Calman-Lévy.
Horovitz, Liviu/Wachs, Lydia (2023): France’s Nuclear Weapons and Europe. Options for a better coordinated deterrence policy. SWP Comment No. 15; https://www.swp-berlin.org/publications/products/comments/2023C15_Frances_NuclearWeapons.pdf .
Macron, Emmanuel (2026): Address on French Nuclear Deterrence by the President of the Republic, 2 March 2026; https://www.defense.gouv.fr/sites/default/files/ministere-armees/BACKGROUND%20DOSSIER_NUCLEAR%20DETERRENCE.pdf .
Rogel, Bernard (2025): French nuclear deterrence and Europe. Schumann Paper No. 811, 18 November 2025; https://server.www.robert-schuman.eu/storage/en/doc/questions-d-europe/qe-811-en.pdf .
Rotte, Ralph (2022): Welche Zeitenwende? Zur Kontinuität einer vermeintlich neuen Realität. INDES 10 (1-2); https://indes-online.de/welche-zeitenwende.
Yost, David (1996): France's Nuclear Dilemmas. Foreign Affairs 75 (1); https://hdl.handle.net/10945/57108.